1. Beer and BEEF Session – Steaktasting

Erfolgreiches Debüt unserer Veranstaltungsreihe „Beer and BEEF Session“.
In lockerer, ungezwungener Atmosphäre haben wir einen entspannten Nachmittag verbracht und allerhand über Steaks gelernt und getestet.
Wir haben gemeinsam die unterschiedlichsten Steak Varianten zubereitet, gekostet und jeder konnte etwas „Neues“ für sich mitnehmen.

Genau das war unser Grundgedanke bei der „Beer and BEEF Session“.

Einfach mit netten Leuten ein entspanntes Barbecue abhalten und wer interessiert ist, kann auch was lernen.

Als Grills standen zur Verfügung

  • Kugelgrill mit Holzkohle
  • Gasgrill
  • Beefer-Eigenbau (Oberhitzegrill)
  • Ugly Drum Smoker (UDS)

Die Grills. Ein Kugelgrill, Eigenbau-Beefer, Gasgrill und Ugly-Drum-Smoker (nicht im Bild)

    Die Grills. Ein Kugelgrill, Eigenbau-Beefer, Gasgrill und Ugly-Drum-Smoker (nicht im Bild)

Auf die Grills kamen unterschiedliche Zuschnitte, von unterschiedlichen Rassen und unterschiedlichen Lieferanten.

  • Rumpsteak und Clubsteak von Heike Schumann Matthäushof, direkt vom Grünen Markt (Bauernmarkt) aus Veitshöchheim.
  • Flanksteak und Flat Iron von Sippel-Beef
  • Irisches Dry Aged Tomahawk und Porterhouse von der Edeka vor Ort
  • Dry Aged und Wet Aged Rib Eye, Wagyu Roastbeef, Dry Aged Filet von Don Carne
Unsere Fleischauswahl
Unsere Fleischauswahl

Damit wir das Fleisch nicht blank essen müssen, gab es als Nebendarsteller Baked Beans aus dem Dutch Oven und Country Potato Ecken.

Es ging diesmal nicht darum, ein besonderes Menü zuzubereiten oder das Steak geschmacklich hervor zu heben, sondern wir wollten den puren Geschmack, die Zartheit und unterschiedliche Zubereitungsarten testen. Deshalb wurden die Steaks, bis auf ein paar Ausnahmen, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Rumpsteak vom Grünen-Markt aus Veitshöchheim
Rumpsteak vom Grünen-Markt aus Veitshöchheim

Es ging los mit dem Rumpsteak von Heike Schumann vom Matthäushof, direkt vom Grünen Markt aus Veitshöchheim geholt. Dieses haben wir gefroren gegrillt. Also direkt aus der Tiefkühltruhe auf den Grill. Frage: Geht das überhaupt?
Und wir können jetzt mit staunen sagen: Ja, das geht! Und gar nicht schlecht. Das Steak war lange Zeit unser Favorit. Zart, saftig und toll im Geschmack. Hätte keiner von uns gedacht, dass es trotz dem gefroren Zustand, so gut wird.

Dann kam das irische Dry Aged Tomahawk. Optisch natürlich eine Augenweide. Zuerst auf dem Anzündkamin angeknuspert, damit es eine schöne Kruste bekommt und dann auf dem Gasgrill bei niedriger Temperatur auf den gewünschten Gargrad gezogen.
Geschmacklich sehr lecker, aber aufgrund der „groben Struktur“ konnte es nicht mit dem gefrorenem Rumpsteak mithalten.
Mag halt nicht jeder beim Kauen seine Zähne benutzen 😉

Während das Tomahawk sich nach dem Grillen noch „ausruhte“, haben wir das Porterhouse vorbereitet.
Als Zubereitungsvariante haben wir Bistecca alla fiorentina gewählt. Dabei wird das Porterhouse Steak zuerst auf beiden Seiten scharf angegrillt, bei uns im selbst gebauten Beefer, und dann im Olivenölbad mit einem Rosmarinzweig, Knoblauch und Salz langsam bis zum gewünschten Gargrad gezogen.
Eine Augenweide beim Anschneiden und mit den beiden Fleischanteilen, Roastbeef und Filet, natürlich perfekt um alle Vorlieben zufrieden zu stellen.

Clubsteak
Clubsteak

Zum Abschluss der Kotelettreihe gabs dann noch das Clubsteak, ebenfalls vom Grünen Markt aus Veitshöchheim. Das Club Steak oder auch Rinderkotelett, ist im Prinzip wie ein T-Bone Steak, nur ohne Filet Anteil und der Knochen ist eher L- als T-förmig.
Geschmacklich auch der Hammer und daran zeigte sich wieder, dass die Qualität des Fleisches, doch eine entscheidende Rolle spielt. Die Rinder von Heike Schumann stammen aus eigener Haltung aus unserer Region. Nur bestes Futter und natürlich keine Antibiotika oder sonst etwas.

Weiter gings dann mit einem Flank Steak. Ein Zuschnitt, der zumindest schon öfter auch beim deutschen Metzger in der Auslage angeboten wird. Das Flank haben wir ebenfalls nur mit Salz und Pfeffer gewürzt, dafür aber mit Single Malt Whiskey flambiert!
Der Whiskey kam ganz leicht beim probieren durch, hat aber den Geschmack des Flank Steaks nicht sonderlich verfälscht.
Vielleicht hätte ich aber doch einen billigen Fusel nehmen sollen, denn die Flasche hat den Abend nämlich nicht überlebt 😉

Was ich selbst noch nie probiert, aber schon oft gehört hatte, war das Flat Iron Steak. Es soll sogar noch besser als das Flank sein.
Davon hatten wir 2 Stücke á 700g. Eines haben wir mit einer Schoko-Chili Glasur, das Andere mit einer Prise braunen Zucker überzogen.
Der Zucker, war dabei der Hammer. Das gab eine regelrechte Geschmacksexplosion im Mund. Und auch das Gerücht, dass das Steak noch zarter und besser sein soll als das Flank, können wir bestätigen.
Ein wirklich fantastisches Stück Fleisch.

Nachdem die meisten dann doch schon sehr gesättigt waren, haben wir das Highlight etwas nach vorne gezogen.
Ein 500g Wagyu Roastbeef von Don Carne für 90 EUR!  😯  Ist es den Preis wirklich wert?
Scharf angegrillt über dem Weber GBS Sear Grate (Gusseinsatz für die Weber Kugel) mit guter Steakhouse Kohle und fertig gegart bei geringer Hitze auf dem Gasgrill. 5 Minuten ruhen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und dann anschneiden…
Also geschmacklich, wirklich der Oberhammer. Sogar die Fettverweigerer fanden den Fettrand lecker – das will was heißen. Aber ob es den Preisunterschied wirklich wert ist, muss wohl jeder für sich entscheiden… 😉

Nach einer kurzen Fleischpause war dann wieder Platz im Magen und wir haben die letzten 3 Testkandidaten doch noch ins Rennen geschickt.

Der Vergleich, Wet Aged Rib Eye, also normal gereift gegen Dry Aged Rib Eye.
Und nach diesem Test können wir sagen, den Unterschied merkt man gewaltig. Wem der Dry Aged Geschmack liegt, wird es lieben und nichts anderes mehr essen wollen. 😉

Dry Aged Rinderfilet
Dry Aged Rinderfilet

Und als Final Cut gabs dann noch ganz zum Schluss ein schlichtes Dry Aged Rinderfilet :-).
Natürlich kann mit der Zartheit eines Filets  nichts mithalten, aber geschmacklich, ist es für uns jetzt nicht mehr das beste Steak. Fett ist nunmal Geschmacksträger 😉

Es war wirklich eine tolle Veranstaltung und ich denke, ich sage nichts falsches, wenn ich behaupte, dass jeder seinen Spaß hatte.

An dieser Stelle noch mal einen großen Dank an Madlen und Felix, die fleißig mitgeholfen haben und natürlich an alle Teilnehmer, die für den passenden Rahmen gesorgt haben!

Die Vorbereitungen für die nächste Beer and BEEF Session laufen bereits… 😉

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